Cranswick wählt die Wasseraufbereitungsmethode von Marel

Marel löst das Problem der Wasserknappheit – selbst in Großbritannien

Curieau System2

In vielen Ländern der Welt verlangen sowohl die Nachhaltigkeit als auch gesetzliche Vorschriften, dass jeder Verarbeitungsbetrieb sein Abwasser selbst aufbereitet. Aus diesen Gründen müssen die Verarbeitungsbetriebe wissen, wie mit dem Abwasserproblem umzugehen ist, damit sie die Verarbeitung aufrechterhalten können. Graeme Watson, Group Engineering Director, erzählt, wie das britische Unternehmen Cranswick damit umgeht.

Was waren für Cranswick die größten Herausforderungen bei der Abwasserbehandlung?

„Unser neues Werk befindet sich in East Anglia, dem trockensten Gebiet Großbritanniens. Obwohl Großbritannien für seinen Regen bekannt ist, herrscht in diesem Gebiet aufgrund der Verstädterung und des Klimawandels erheblicher Wassermangel. Für unsere Wasseraufbereitung haben wir uns für Marel entschieden, weil Ihr Unternehmen alle anderen in Betracht gezogenen Lösungen haushoch übertroffen hat. Wir hatten bereits bei der Geflügelverarbeitungsfabrik mit Marel zusammengearbeitet, und da war es nur sinnvoll, auch Marel Water Treatment in den Gesamtablauf aufzunehmen. Diese Zusammenarbeit hat zu sehr positiven Ergebnissen geführt.“

Marel hat alle anderen in Betracht gezogenen Lösungen haushoch übertroffen.

Graeme Watson, Cranswick Group Engineering Director V2

Graeme Watson
Group Engineering Director bei Cranswick

Wie viel Wasser benötigen Sie?

„Zurzeit arbeiten wir mit etwa 7 Litern Wasser pro Tier – ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann. Sicherlich hat daran auch die hocheffiziente Geflügellinie von Marel einen großen Anteil. Wir wollen den Wasserverbrauch aber noch weiter senken, denn auch 7 Liter pro Tier lösen das Problem mit der Wasserknappheit nicht. Die verfügbare Wassermenge reichte für die erste Phase unserer Verarbeitungsanlage aus, aber für die zweite Phase mit ihren Doppelschichten war sie um einiges zu knapp. Wir haben zwar unseren eigenen Brunnen, aber die von den Behörden zugelassene Menge an hochgepumptem Wasser reicht selbst zusammen mit dem Leitungswasser nicht aus, sodass uns nichts anderes übrigblieb, als Wasser wiederaufzubereiten und wiederzuverwenden. Das BioBrane¹-Konzept von Marel erwies sich als die ideale Lösung für Situationen, in denen Wasser knapp ist und die kommerzielle Wasserversorgung ein Problem darstellt. Bei der ursprünglichen Planung der Wasseraufbereitungsanlage wurde bereits von einer Erweiterung ausgegangen.

Die kommunalen Infrastrukturen wurden darauf vorbereitet, was die Auswirkungen des Übergangs zur zweiten Phase gemildert hat.“

Cranswick nutzt das Curieau-System zur Wasserwiederverwendung. Wie viel Wasser wird bei Ihnen wiederverwendet?

„In der zweiten Phase müssen etwa 50 % unseres Abwassers wiederverwendet werden, damit die Abläufe unseres Wassermanagements funktionieren. Mit dem Curieau-System gelingt es uns jedoch, etwa 65 % unseres täglichen Abwasserstroms zu verarbeiten.“ 

Biobrane System

Marel BioBrane System

Das Curieau-System erzeugt einen hochkonzentrierten Abfallstrom mit anorganischen Bestandteilen. Wie gehen Sie mit diesem Abfallstrom um?

„Der Abfallstrom wird dem Abwasser zugesetzt, und dieser verdünnte anorganische Anteil wird mit Regenwasser vermischt und dann in den Fluss eingeleitet. Das funktioniert, obwohl wir keinen Kanalisationsanschluss haben. Wir mischen die unbehandelten Teile aus dem BioBrane mit den Abfallströmen und leiten das Ganze dann in das Flusssystem. Selbst wenn kein Regenwasser zur Verfügung steht, erfüllen wir unsere Einleitungswerte, indem wir die Abfallströme mit dem Abwasser mischen.“

Wird das Trinkwasser aus dem Curieau-System direkt in die Produktion geleitet oder wird es gespeichert?

„Das RO-Permeatwasser³ wird von der UV-Desinfektionsanlage desinfiziert und dann dem Frischwassertank zugeführt. In der Form wird es auch verwendet. Der Frischwassertank ist unsere Hauptquelle für Wasser, das entweder vom Wasserwerk oder aus dem Brunnen stammt. Anschließend wird Wasser aus unterschiedlichen Quellen gemischt. Derzeit kommt etwa 50 % des Wassers aus dem Curieau-System. Andernfalls hätten wir an Werktagen ein ernstes Problem. An den Wochenenden, wenn nicht geschlachtet wird, kann sich der Wasserspeicher wieder auffüllen. Aber im Laufe der Woche leert sich der Wassertank, und die Wiederverwendung von Wasser ist die einzige Möglichkeit.“

cranswick.plc.uk

7 Litern Wasser pro Tier ist ein guter Wert. Die hocheffiziente Geflügellinie von Marel hat daran einen großen Anteil.

Graeme Watson, Cranswick Group Engineering Director V2

Graeme Watson
Group Engineering Director bei Cranswick

¹ Die Abscheidung der Biomasse, die aus dem Belebungsbecken kommt, erfolgt im BioBrane®-Reaktor; es entstehen Reinwasser und Bioschlamm. Das Trennprinzip beruht auf einer wasserdurchlässigen Membran, hinter der die Biomasse zurückbleibt.

² Die Curieau Umkehrosmoseanlage bereinigt das Wasser mithilfe einer teilweise durchlässigen Membran und entfernt Ionen, unerwünschte Moleküle und größere Partikel aus dem Wasser. Die Umkehrosmose (reverse osmosis, RO) kann viele Substanzen (hauptsächlich Bakterien) aus dem Wasser entfernen und wird sowohl in industriellen Prozessen als auch bei der Produktion von Trinkwasser eingesetzt. Die gelöste Substanz wird auf der unter Druck stehenden Seite der Membran zurückgehalten, während das gereinigte Lösungsmittel auf die andere Seite fließen kann.

³ Das RO-Permeat ist Wasser, das die Umkehrosmose-Membran durchdringt.



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